Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erfahrungen

Therapie Tag 3

    Wir sind bei der Familienanamnese. Sie gab mir einen ausführlichen, mehrseitigen Fragebogen zum Ausfüllen mit. in den ersten Tagen habe ich mich davor gedrückt, diesen Bogen auszufüllen. Dann dachte ich mir: Hey, sei mutig. Das ist deine Geschichte. deswegen sitzt du heute hier. Du hast dich entschieden, diesen Weg zu gehen. Du möchtest Antworten. Du möchtest Klarheit. Du möchtest herausfinden, wer Kathrin ist, wenn du all deine Ängste, Sorgen und Zweifel ablegst. Dies hier ist einer der vielen Schritte auf diesem Weg. Das ist DEIN Weg. Sei mutig kleines Herz und geh nach vorn, Schritt für Schritt. Im Innen herrscht Aufruhr. Will ich mich erinnern? An alles? Kann ich das? Im Außen herrscht Irritation, da ich mich beim Beantworten der Fragen in „meinen Schutzmantel“ hülle und nicht mehr viel kommuniziere. Aus Irritation wird im Außen Unzufriedenheit bzw. Angst, ich könnte von meinem Rückzug nicht wiederkehren. Zum Aufruhr im Innen gesellt sich Schuld. Ich möchte nicht, dass sich jemand abgelehnt fühlt. Ich kenne dieses Gefühl. Doch ich brauche gerade meinen Schutz. Wie kann ich …

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Psychosomatik – meine Erfahrungen

Körper und Geist sind zwei, die selten getrennte Wege gehen Diese Nachricht macht mir Bauchschmerzen, dachte ich, als ich eine Email vom Grundschullehrer meiner 8-jährigen Tochter erhielt, in der er um ein dringendes Elterngespräch bat, da sich mein Kind mit Sorgen an ihn gewandt hatte. Sofort fühlte ich dieses Krampfen in meinem Bauch. Ich spürte, wie mein Herz schneller schlug und meine Atmung sich veränderte. Mir war kalt und dann wieder warm und ich begann zu schwitzen. Mein Kopf füllte sich mit Gedanken, die um mein Kind kreisten. Und mit den Sorgen kam der Kopfschmerz, der sich grinsend zum Bauchschmerz gesellte. Sicher kennst auch du Momente, in denen eine bestimmte Situation eine körperliche Reaktion in dir hervorgerufen hat. Wir alle haben seit Kindertagen Redewendungen gehört, wie :  Das schlägt mir auf den Magen.  Etwas sitzt mir im Nacken.  Ich trage eine schwere Last auf meinen Schultern.  Es ist kein Märchen, dass unser Körper auf unsere Psyche reagiert oder umgekehrt bzw. das beide miteinander verbunden sind, nicht voneinander zu trennen. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass …

Mein größter Feind bin ich

Ein schiefer Blick, ein fehlender Gruß, eine kurzangebundene Antwort.  Diese Kleinigkeiten, die im Grunde nichts mit mir zu tun haben (müssen), schaffen es, mich an manchen Tagen völlig aus der Bahn zu werfen. Sofort schallt das Negativecho in meinem Kopf mit hundertfacher Verstärkung : „War ja klar! Du kannst eben nichts! Du siehst total daneben aus! Du bist hässlich! Du bist nicht mal einen Gruß wert! Er oder Sie ist sauer auf dich, weil du irgendeinen Fehler gemacht hast!“   Bullshit FM sendet in voller Lautstärke. Mir dröhnt der Kopf Den Kanal zu wechseln ist jetzt angesagt. Es kommt allerdings auf meine Tagesform an, wie leicht mir das dann fällt.  Ablenken ist immer eine gute Idee. Den Fokus verschieben. Kopfhörer aufsetzen, Hörbuch oder Podcast anschalten und etwas mit meinen Händen tun. Putzen, Kochen, Aussortieren. Hauptsache erstmal weg vom Thema. Bis der Puls sich wieder beruhigt und der Knoten im Bauch sich löst.  Yoga ist auch gut. Bewegung, Atmung, Meditation. Gut mit mir sein, obwohl es genau das ist, was in diesen Momenten am schwersten fällt. …